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5.000 Euro gespart, 80.000 Euro bezahlt – zweimal derselbe Mechanismus

Ein Kunde verzichtete ein volles Jahr auf die Wartung seines Aluminiumofens. Als wir die Anlage schließlich öffneten, hatte sich im gesamten Schmelzraum Schlacke aufgebaut – so viel, dass die nutzbare Ladekapazität spürbar gesunken war. Was als Einsparung an der Wartung begann, endete in einer Instandsetzung von über 100.000 Euro. Bei einem zweiten Kunden lief derselbe Mechanismus in kleinerem Maßstab ab: eine Reparatur für rund 5.000 Euro wurde aufgeschoben und die fällige Pflegespritzung unterlassen. Sechs Monate später kostete dieselbe Stelle rund 80.000 Euro.
Die Schlackeschicht hatte sich über Monate aufgebaut und war fest mit der Auskleidung verwachsen
Unter der Schlacke war offen, wie viel tragfähige Auskleidung überhaupt noch vorhanden war
Der Umfang der Instandsetzung ließ sich erst nach der kalten Reinigung verlässlich beziffern
Der Ofen war zum Zeitpunkt der Beauftragung bereits in der Produktion eingeplant
Wir haben den Ofen zunächst kalt gereinigt und die Auskleidung freigelegt. Erst dann ließ sich beurteilen, welche Bereiche noch tragfähig waren und wo bis auf den Panzer zurückgebaut werden musste.
Nach der Instandsetzung haben wir mit dem Kunden feste Wartungsintervalle vereinbart. Mindestens alle sechs Monate wird der Ofen geöffnet, begangen und gereinigt – dazu kommt die Pflegespritzung, die den Schlackeansatz von vornherein begrenzt.
Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Können, sondern im Kalender: Verschlackung ist kein plötzliches Ereignis, sondern ein Aufbau über Monate. Wer regelmäßig hineinschaut, repariert kleine Stellen. Wer wartet, ersetzt Auskleidungen.
Die wichtigsten Kennzahlen des Projekts „Ein Jahr ohne Wartung – und was es gekostet hat"
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