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Ein Niederdruckgießofen ist ein feuerfest ausgekleideter Druckbehälter — und lässt sich vollständig wiederaufbereiten statt ersetzen. Was bei der Instandsetzung technisch zählt.

Ein zweites Leben für Industrieanlagen ist mehr als eine Reparatur. Dieser Niederdruckgießofen hat einen vollständigen Wiederaufbereitungsprozess durchlaufen — von der Abholung beim Kunden bis zur Rückgabe einer umfassend instandgesetzten Anlage. Ziel ist nicht die optische Aufarbeitung, sondern die wiederhergestellte Zuverlässigkeit und eine nachhaltig verlängerte Lebensdauer.
Anders als ein Schmelz- oder Warmhalteofen ist ein Niederdruckgießofen (englisch Low Pressure Die Casting, LPDC) ein geschlossener Druckbehälter. Über dem Aluminiumbad wird ein geringer Gasüberdruck von rund 0,2 bis 0,7 bar aufgebaut. Dieser Druck presst die Schmelze von unten kontrolliert durch ein Steigrohr nach oben in die Kokille — blasenarm und dosiert. Genau diese Bauweise stellt an die Feuerfestauskleidung besondere Anforderungen: Sie muss dem Aluminium standhalten und zugleich Teil eines dichten Drucksystems sein.


Ein vollständig wiederaufbereiteter Ofen erreicht die Zuverlässigkeit einer Neuanlage — zu einem Bruchteil der Investition und mit deutlich kürzerer Beschaffungszeit. Endmontage und Inbetriebnahme beim Kunden gehören nicht mehr zum Feuerfestbau, sondern zur finalen Installation der Anlage.
Jedes Projekt dieser Art erfordert technisches Know-how, Präzision und Aufmerksamkeit für jedes Detail — mit dem Ergebnis einer Anlage, die viele weitere Jahre zuverlässig im Einsatz ist.
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