Generalüberholung eines Niederdruckgießofens
Kein Schmelzofen mit Deckel, sondern ein Druckbehälter

Ausgangslage
Ein Niederdruckgießofen ist ein geschlossener Druckbehälter: Über dem Aluminiumbad stehen rund 0,2 bis 0,7 bar Gasüberdruck, die die Schmelze durch das Steigrohr in die Kokille drücken. Die Auskleidung muss deshalb nicht nur der Schmelze standhalten, sondern Teil eines dichten Systems sein. Der Ofen wurde beim Kunden abgeholt und in der Werkstatt vollständig wiederaufbereitet.
Leistungsumfang
- Generalüberholung
- Druckdichtheit
- Steigrohrsitz
- Badauskleidung
- Werkstattinstandsetzung
Projektdaten
Die Aufgabenstellung
Deckel, Durchführungen und Dichtflächen müssen gasdicht bleiben — jede Undichtigkeit kostet Dosiergenauigkeit
Der Sitz des Steigrohrs, der am stärksten belasteten Komponente, muss maßhaltig und dicht sein
Aluminium darf nicht in die Badauskleidung infiltrieren, und Korund darf den Querschnitt nicht zusetzen
Der SBS-Ansatz
Nach der Anlieferung wurde der Ofen ausgeräumt, aufgemessen und befundet; das Gehäuse wurde gestrahlt.
Deckel, Durchführungen und Dichtflächen wurden erneuert, der Steigrohrsitz maßhaltig und dicht ausgeführt.
Im Bad kamen nicht benetzende Massen zum Einsatz, die neue Auskleidung wurde in maßgenauer Schalung monolithisch gegossen. Für die Erstaufheizung gilt eine definierte Aufheizkurve mit Haltestufen.
Generalüberholung eines Niederdruckgießofens in Bildern

Fertig überholt, bereit zur Auslieferung

Zustand bei der Anlieferung

Der Deckel — Dichtflächen und Durchführungen werden erneuert

Gehäuse gestrahlt

Detail an der Ofenöffnung während der Instandsetzung
Messbare Resultate
Die wichtigsten Kennzahlen des Projekts „Generalüberholung eines Niederdruckgießofens"
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